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Tödliche Verkehrsunglücke

Schwere Unfälle an Pfingsten

Von Thomas Schmitz, 02.06.09, 16:50h, aktualisiert 02.06.09, 16:56h

Bei Vlatten verunglückte ein 22-jähriger Autofahrer aus Heimbach tödlich. Eine 42-jährige Sozia aus Nettersheim kam an der deutsch-luxemburgischen Grenze ums Leben.

unfall Hubschrauber Krad
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Weil der Hinterreifen eines Motorrades blockiert hatte, stürzten zwei Mitglieder einer Gruppe und verletzten sich schwer. (Bild: Schmitz)
unfall Hubschrauber Krad
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Weil der Hinterreifen eines Motorrades blockiert hatte, stürzten zwei Mitglieder einer Gruppe und verletzten sich schwer. (Bild: Schmitz)
Kreis Euskirchen - Bei Verkehrskontrollen über Pfingsten beanstandete die Euskirchener Polizei 99 Fahrzeuge (63 Autos, 36 Motorräder), deren Fahrer entweder zu schnell oder nicht angeschnallt beziehungsweise ohne Helm unterwegs waren. Trotzdem kam es im Kreis Euskirchen und im Stadtgebiet von Heimbach zu zahlreichen schweren Unfällen.

In der Nacht zum Samstag kam ein 22-jähriger Mann aus Heimbach ums Leben. Er war auf der Bundesstraße 265, von Hergarten kommend, nach Wollersheim unterwegs gewesen. Bei Vlatten verlor er aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Auto und geriet in den Gegenverkehr. Er kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Kleintransporter. Der 41-jährige Fahrer aus Solingen konnte sich schwer verletzt aus dem zerstörten Fahrzeug befreien. Der Heimbacher wurde in seinem Auto eingeklemmt und erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Die B 265 war für mehrere Stunden gesperrt. Beide Fahrzeuge wurden sichergestellt.

Nur wenige Stunden später kam es auf der Landesstraße 169 zwischen Hergarten und Bergbuir zu einem weiteren Unfall. Gegen 13 Uhr hatte ein 48-jähriger Motorradfahrer aus Frechen in Richtung Bergbuir ein Auto überholt. Beim Einscheren berührte er eine vor dem Auto fahrende 48-jährige Radfahrerin aus Düren. Die beiden Zweiradfahrer stürzten. Dabei zog sich die Radlerin schwere, der Motorradfahrer leichte Verletzungen zu. Der Sachschaden betrug rund 1000 Euro.

Ein Unfall am Sonntag bei Holzmülheim verlief einigermaßen glimpflich: Nachmittags war ein 47-jähriger Autofahrer aus Landau in Richtung Buir gefahren. In einer Linkskurve kam ihm auf seiner Fahrspur ein über den Asphalt rutschendes Motorrad entgegen. Der Autofahrer versuchte vergeblich auszuweichen. Der 22-jährige Motorradfahrer aus Pulheim, der Autofahrer und seine 41-jährige Ehefrau verletzten sich beim Zusammenstoß leicht.

Am Montag kam es dann knüppeldick: Beinahe gleichzeitig verunglückten bei Eicherscheid und Wolfgarten gegen 13.15 Uhr Motorradfahrer schwer. In Wolfgarten waren es gar zwei Mitglieder einer dreiköpfigen Motorradgruppe aus Frechen, die sich schwer verletzten. Das Trio war auf der Landesstraße 249 von Gemünd nach Heimbach gefahren. In Höhe von Wolfgarten mussten die Kradfahrer wegen eines vorausfahrenden Busses, der abbiegen wollte, abbremsen. Dabei blockierte das Hinterrad eines 19-Jährigen. Seine Maschine brach aus und stieß gegen das Motorrad eines 58-Jährigen. Der Ältere wurde dabei so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Kölner Klinik geflogen werden musste.

Gegen Straßenlaterne gerutscht

Bei Eicherscheid traf es einen 50-jährigen Motorradfahrer aus Moers. Er hatte auf der Landesstraße 165 kurz vor dem Ortseingang ein Auto überholt. Dabei hatte er wohl die Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte übersehen. Der 50-Jährige stürzte und rutschte gegen eine Straßenlaterne. Mit mehreren Knochenbrüchen kam er ins Krankenhaus.

Schwere Verletzungen erlitt gegen 15.15 Uhr ein 13-jähriges Mädchen aus Hürth. Sie war Beifahrerin in einem Auto, das von einem 21-Jährigen gesteuert wurde. Unfallverursacher war offensichtlich ein 64-jähriger Trike-Fahrer aus Düsseldorf. Der war auf der Landesstraße 218 von Heimbach in Richtung Vlatten gefahren und wollte nach links auf die B 265 abbiegen. Dabei übersah er das aus Richtung Vlatten kommende Auto. Der 21-Jährige versuchte noch, den Unfall mit einer Vollbremsung zu vermeiden. Trotzdem stießen die Fahrzeuge zusammen. Das Trike wurde erheblich beschädigt.

Zwar nicht im Kreis Euskirchen, aber dafür mit Beteiligung von Bürgern aus dem Kreis ereignete sich am Montag gegen 18 Uhr ein tödlicher Unfall auf der Bundesstraße 50 zwischen Vianden (Luxemburg) und Obersgegen (Kreis Bitburg-Prüm). Ein Autofahrer aus Luxemburg wollte nach links in einen Feldweg abbiegen, um zu wenden. Dabei übersah er ein ihn überholendes Motorrad. Es kam zu einem heftigen Zusammenstoß, bei dem der 53-jährige Kradfahrer lebensgefährlich verletzt wurde, seine 42-jährige Sozia starb noch an der Unfallstelle. Beide kommen aus Nettersheim. Der 53-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Trier geflogen. Die Beifahrerin im Auto erlitt leichte Verletzungen. Der Sachschaden liegt im fünfstelligen Bereich.




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